70.620 Schritte

… oder wie man mit seinem Partner fürs Leben Höhen und Tiefen überschreitet.

Samstag, 7.7.2018 – ein Wink des Schicksals will, dass ich nicht Sektschlüfernd am Neusiedlersee liege und die Sonne genieße, sondern um 6 Uhr morgens am Start der Speascht light distance in Aschau bei Kirchberg stehe. Spontan, motiviert und vielleicht etwas blauäugig, ich kann schließlich ja nichts für meine Augenfarbe, haben mein Mann Peter und ich uns entschlossen an der Weitwanderung über 11 Gipfel, 2.500 Höhenmeter und 35 km teilzunehmen. Wochenlanges Training hatten wir nicht vorzuweisen, war das Wochenende doch eigentlich ganz anders geplant, aber gutes Schuhwerk und optimale Ausrüstung. So befanden wir uns also mit 10 weiteren Teams am Start.

Die ersten Kilometer im unteren Grund, vorbei am Kasplatzl, der Labalm und Stieralm waren zum Aufwärmen optimal. Die vergangenen beiden Tage zuvor hatte es stark anhaltend geregnet und der dichte Nebel hing zäh an den Gipfeln. Dennoch waren wir zuversichtlich, dass wir die Sonne noch zu Gesicht bekommen würden. Nach der ersten Labestation, wo uns bereits die späteren Sieger Robert und Alex der Speascht extrem distance entgegen kamen, verließen wir die bequemen Schotterwege und nahmen die gebirgigen Wanderwege. Der Regen hatte die Almwiesen und Trampelpfade stark aufgeweicht, sodass ich mich schon recht früh von meinen trockenen Füßen verabschieden musste. Bei der Überquerung einiger Bäche blieb dann schlussendlich keiner der Teilnehmer trocken und so gab es keine Ausreden mehr. Die Stimmung war dennoch gut und schnell formten sich kleinere Gruppen, die das Abenteuer gemeinsam in Angriff nahmen.

An der Geigscharte, wo sich die Grenze zum Bundesland Salzburg befindet, bogen wir in Richtung Westen auf den ersten Gipfel – Gamsbeil 2.166 m. Dichter Nebel und leichter Regen verweigerte uns den wunderschönen Ausblick auf das im Süden liegende Tauerngebirge. Nach einer kurzen Trinkpause machten wir uns bereit für den Abstieg über äußerst rutschige Felsen und über den sehr schmalen Grad. Dabei hatte der Nebel sein Gutes, man konnte zumindest die Steilheit des Geländes nur erahnen.

Entlang der Höhenlinie über den Westerachkopf und Schwarzkarkogel überschritten wir den großen und kleinen Tanzkogel. Erstmals schlich sich bei mir ein Müdigkeitsgefühl, in Verbindung mit starker Übelkeit ein. Das fehlende Training und die unzureichende Nahrungsaufnahme hatten mich sehr stark geschwächt. Dennoch war aufgeben nicht wirklich eine Option. Ich wusste, dass ein Ausstieg jederzeit möglich war, in dem ich den Abstieg auf Aschau wählte, aber ich konnte und wollte meinem Körper nicht rechtgeben. Motiviert vom Zuspruch meines Mannes erholte ich mich wieder und setzte mir das Ziel nur mehr Gipfel für Gipfel zu denken. So erreichten wir nach 5,5 Stunden den Gipfel des Gerstinger Joch auf 2.037 m. Das wir dafür sogar einen Teil des Weges doppelt nehmen mussten, gehörte in diesem Fall dazu. Belohnt wurden wir indess mit einem kleinen offenen Wolkenfenster, das uns den Ausblick ins Tal erlaubt.

Jetzt kam das wohl anspruchsvollste Teilstück. Der Abstieg auf die Hinterkarscharte auf 1.830 m, gefolgt vom Aufstieg auf den Gassnerkogel und Floch (2.057 m). Obwohl es eine direkte Höhenlinie gegeben hätte, führten uns die Veranstalter ein wenig durch den „Sumpf“ und einmal um den Gassnerkogel rum, bevor wir die 200 Höhenmeter aufstiegen. Wiederum galt es Ressourcen zu sparen und die Kräfte einzuteilen. Reden, hatte ich mir schon lange abgewöhnt, benötigte ich jeden nur verfügbaren Sauerstoff für meine müden Beine. Angekommen am Gassnerkogel spendierte mir Teresa noch eine Extraportion Magnesium, das mich für den nahenden Anstieg wappnen sollte und das hatte ich bitter nötig. Peter, der es gewohnt war ohne Pausen zu gehen, hatte mit mir so seine Not. Immer wieder musste ich kurz anhalten und verschnaufen. Für einen Teil des Anstiegs trug er sogar meinen Rucksack, um mich ein wenig schneller zu erholen, und wich mir nicht von der Seite. Endlich hatten wir es geschafft. Am Gipfel des Floch konnten wir das darauffolgende Brechhorn bereits sehen und die Motivation, das Abenteuer Speascht light doch noch komplett zu absolvieren, wuchs wieder in mir.

Über einen schmalen Grad führte uns der Weg auf den Gipfel, der, sieh da, plötzlich frei wurde und die Sonne uns entgegen lachte. Raus aus der Tristess des Nebels, mit jedem Schritt der Heimat ein Stück näher kommend, folgte der nächste längere Abstieg zum Kreuzjöchlsee auf 1.700 m. Müdigkeit und leichte Schmerzen in den Knien erfüllten nun unsere Körper – ein Schicksal, das alle Teilnehmer verband. Mittlerweile war es bereits nach 15 Uhr und wir freuten uns über die heiße Suppe, welche bei der abschließenden Labestation auf der Schiwiege auf uns wartete. Bis zuletzt hatte ich mir die Option freigelassen, den Gaisberg Gipfel auszulassen und über den Harlaßanger, vorbei an der Kobingerhütte, bis zum Gaisbergstüberl zu gehen. Doch jetzt, mit der Sonne im Nacken, Kirchberg in Sichtweite und dem wahnsinnig positiven Kollektiv in der Gruppe, gab es kein Zurück mehr. Die letzten beiden Gipfel am Gaisberg sollten nicht fehlen. So hieß es noch einmal Zähne zusammenbeißen und die 180 m aufsteigen bis zum Harlaßangerjoch. Von dort ging es durch die Latschen, auf erstmals trockenen Wegen, bis zum Bärstattjoch. Hier bereiteten wir unsere müden Glieder auf den Abstieg vor, rieben sie nochmals kräftig ein, tranken einen letzten Schluck und nahmen den Jägersteig in Angriff. Nach einer kurzen Rast am Gasthof Obergaisberg, wo das Spezi nur so runter zischte, trafen wir auf zahlreiche bekannte Gesichter, die uns bis ins Dorf begleiteten. Die Euphorie über die eigene Leistung tanzte im Körper Walzer und tiefe Dankbarkeit breitete sich aus. Im Ziel auf die zahlreichen Teilnehmer zu treffen, sich gegenseitig aufrichtig und ehrlich zu gratulieren, konnte mit nichts aufgewogen werden. … naja, fast nichts. Die Gewissheit, dass man das Ziel nur mit Hilfe des richtigen Partners erreichen konnte, schweißt noch mehr zusammen.

Abschließend möchte ich den Organisatoren Peter und Florian, sowie allen Helfern herzlich gratulieren. Die Speascht ist eine herausragende Veranstaltung, wo der Sieg über den inneren Schweinehund den größten Pokal darstellt.

(c) Fotos: Teresa Vötter, TVB Brixental, Schreibkraft

Bergluft schnuppern

Es war im September 2017. Gemütlich sitzen Georg Überall und ich in der Vorderstadt von Kitzbühel und besprechen die anstehenden Projekte und Maßnahmen für die kommenden Wochen. „Mogst nit beim Team Bergluft mit dabei sein und uns medial unterstützen?“ so unverhofft wie die Frage kommt, so schnell fällt auch meine Entscheidung. Streif Vertical Up – besser bekannt als „one hell of a run“ – soll es also sein. Gemeinsam mit Bergsport Überall, Centro Cafe/Restaurant, Gambino Hotels, Kiwi Küche und mir – Schreibkraft Schweiger – bilden wir das Team Bergluft mit dem Ziel, die Teamwertung zu gewinnen und den Erlös einem karitativen Zweck zur Verfügung zu stellen.

Samstag, 24. Februar 2018 – 18:15 Uhr – ich stehe am Start. Neben mir meine Schwester Eva und 998 weitere Starter, die sich wohl alle auch ein wenig die Frage stellen, „warum tue ich mir das bloß an?“. Unser Team Bergluft hat sich in den vergangenen Wochen gemeinschaftlich gut vorbereitet und jeder für sich noch weiter trainiert. Dennoch bleibt das Ungewisse, ob es wohl für die Streif vertical von unten nach oben reichen wird. Egal, der Startschuss fällt und ob du willst oder nicht, irgendwie ziehen dich 1.000 kleine Glühwürmchen vor und hinter dir magisch die wohl berühmteste Abfahrtspiste hinauf.

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Flotten Schrittes und bei bester Laune kommen wir langsam aber stetig dem Ziel näher und genießen die Stimmung. Die Lichter der Stadt liegen uns zu Füßen während die Nebelschwaden die Steilheiten von Steilhang und Mausefalle zu vertuschen versuchen. Doch erst einmal drin, gibt’s kein zurück mehr. Was überwiegt ist die Vorfreude auf das Ankommen und da plötzlich höre ich sie: „hopp, hopp, hallo Mama“ und ich strahle über das ganze Gesicht. Der kleine Umweg an den Streckenrand, um meiner Tochter ein Bussi zu „klauen“ ist noch locker drin, bevor ich die Ziellinie überschreite. Geschafft! Der Weg war das Ziel und die gute Sache der Ansporn in der Vorbereitung. Und beides wurde erreicht. Mit nahezu 100 Startern stellten wir das größte Team und freuten uns riesig über den Erlös von € 500,- plus einer Spende der Organisatoren des VUP über € 800,- die wir beide regional Spenden werden.

Ob es ein wiedersehen auf der Streif geben wird? Soviel sei gesagt – es ist nicht ausgeschlossen.

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De stade Zeit

Die Magie der Weihnachtszeit, in ihr wohnt etwas Spezielles inne. Und doch scheint es Jahr für Jahr, dass am 24. die Welt dem Untergang geweiht ist. Das geschäftige Treiben in den Gassen. Das Gerangel in den Kaufhäusern. Der Dauerpuls von 180 und mehr. Nichts scheint von dem weihnachtlichen Glanz übrig geblieben zu sein, als Eile und Alltagsstress im Berufs- wie auch Privatleben. Dabei wäre doch eigentlich „de stade Zeit“ zum Innehalten und Nachdenken bestimmt.

Nehmen wir uns doch ein Beispiel an der kindlichen Vorfreude aufs Christkind. Nicht der Vorfreude der Geschenkewillen, nein, der Vorfreude auf die gemeinsame Zeit. Auf das gute Essen mit der Familie und den Freunden. Auf die Ferien, beim Rodeln, Schifahren oder Schneemann bauen. Erinnern wir uns zurück an das Funkeln in den Augen, am Weihnachtsabend vor dem schimmernden Christbaum und seien wir dankbar für die kleinen Dinge des Lebens. Weihnachten sollte uns animieren demütig und bescheiden zu sein und nicht nur nach dem Konsum zu streben.

Rückblickend auf 2017 wohnt tiefe Demut und Dankbarkeit in mir. Gemeinsam mit Familie und Freunden haben wir Großes geleistet – Träume erfüllt! Wir haben gebaut, gearbeitet und gefeiert. Wir haben bewegt, begonnen und beschlossen.

Meine Demut und Dankbarkeit bezieht sich aber nicht nur auf das was wir bekommen haben, sie spiegelt sich auch im Wissen wider, dass man Gutes mit Anderen teilen muss. 2017 erfüllt mich also auch ein stückweit mit Stolz für die Dinge, die wir geben und für Mitmenschen leisten konnten.

Dieses Gefühl von Demut und Dankbarkeit wird mich durch die restliche „stade Zeit“ begleiten und in ein hoffentlich gesundes neues Jahr führen. Am Ende ist es die Gesundheit, die wir auf dem Wunschzettel ans Christkind vermerken sollten, denn alles andere kann man sich erarbeiten.

In diesem Sinne eine besinnliche Weihnacht sowie Glück, Zufriedenheit und Gesundheit im neuen Jahr.

Außenanlage fertiggestellt

Mit großen Schritten geht die Fertigstellung der Außenanlage des Bürogebäudes voran und auch die ersten Grashalme sprießen bereits aus der frisch eingesäten Blumenwiese. Während die Malerinnen der Firma Sybille Dielacher für das strahlende Weiß innen wie auch an der Fassade sorgten, bescherten uns die Mitarbeiter der Firma Fröschl einen sauberen Abschluss zur bestehenden Garage und einen barrierefreien Zugang zum öffentlichen Bereich. Mit der Montage der ersten Spots und des Bildschirms für zukünftige Präsentationen erfolgten weitere Tätigkeiten vom Team Elektrotechnik Mario Klocker auf dem Weg zur Projektverwirklichung.

Unschwer an den Bildern zu erkennen, lag die Herausforderung am genauen Arbeiten auf engstem Raum. Dafür möchten wir uns herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die optimal und Hand in Hand ans Werk gingen.

 

Erste Abschlussarbeiten

In unmittelbarer Nähe zum Tennisplatz und dem Badesee war es uns von Beginn an eine Herzensangelegenheit mit den Nachbarn, Anrainern und allen Besuchern und Gästen eine gute Übereinkunft zu treffen. Rücksicht aufeinander nehmen und dabei den Bogen der Toleranz nicht überstrapazieren – nur so kann aus unserer Sicht ein erfolgreicher Bau umgesetzt werden.

Der Fokus in den vergangenen Wochen lag daher eindeutig auf der Fertigstellung der Außengestaltung und Rekonstruktion des Privathauses. Dabei wurde vor allem auf Regionalität und Nachhaltigkeit geachtet. Heimische Steine – beispielsweise aus dem Inn – und der Begrünung einer Blumenwiese für Bienen und Schmetterlinge sollen künftig nicht nur optische Akzente setzen, sondern auch die Umwelt schonen.

Aber auch in der Innenraumgestaltung schreiten die Arbeiten voran. So wurden die ersten Spots und Steckdosen installiert, die Wände grundiert und gemalt und der Laminatboden im Erd- wie auch Obergschoß verlegt. Das Highlight stellt sich die neue Stiege aus Eiche massiv dar, die sich gut in den Raum einfügt.

Wo gehobelt wird fallen Späne

Das dachte sich wohl auch unser Schubkarren und beschloss nach einem langen Arbeitstag seinen Dienst mit einem Knall zu quitieren.

Merken

Höhere Gewalt

Bei allen Aktivitäten im Freien spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Hitze, Regen, Wind oder sogar Schnee gehören zu einem bunt durchwachsenen April in Österreich einfach mit dazu. Nach den wunderschönen, nahezu sommerlichen Bedingungen im März war es stark zu vermuten, dass eine Schlechtwetterperiode nochmals ihr Unwesen treiben würde. Das es jedoch in diesem Ausmaße sein würde, mit starkem Schneefall und anhaltend niedrigen Temperaturen über Tage, damit war natürlich nicht zu rechnen.

Trotz dieser widrigsten Umstände ging es auf unserer Baustelle, vielleicht ein wenig langsamer, aber kontinuierlich weiter voran. Im Wechsel zwischen Arbeiten im Freien und im Innenausbau wurde die Fußbodenheizung und der Estrich verlegt, die Verblechungen und Abdichtungen am Dach nahezu abgeschlossen, die Fassade verputzt, die Wände innen gespachtelt und geschliffen, die Schalung montiert, die Schalter und Stecker installiert, der Altbestand renoviert und der Unterbau für die Anlagen- und Gartengestaltung vorbereitet.

Mit vereinten Kräften und sehr viel heißem Tee, Kaffee und Gulaschsuppe blieben wir mit unseren wetterfesten Handwerksbetrieben am Ball und hoffen nun auf etwas angenehmere Temperaturen im neuen Monat Mai.

Detailarbeit mit Köpfchen

Waren es zu Beginn noch die großen Fortschritte, sind nun die Detailarbeiten mit Köpfchen gefragt. Optimal aufeinander abgestimmt gilt es  die verschiedenen Gewerke und Arbeiten zu koordinieren und Stehzeiten zu verhindern. Schnell zeigt sich, ob man auf die richtigen Partner gesetzt hat, die neben der Qualität auch das notwendige Know-how und die Flexibilität mit sich bringen.

So galt unser Hauptaugenmerk in der vergangenen Woche dem Kabelsalat hinter der Rigips Wandverkleidung, der Dach- und Deckenisolation mit Blecheinfassung, dem Verspachteln der Wände innen und außen sowie dem Unterbau für die Fußbodenheizung bzw. dem Estrich.

Als kleines Zuckerl vom Osterhasen bzw. von unseren fleißigen Elektrikern wurden die Arbeiten in der angrenzenden Werkstatt abgeschlossen, sodass wir den Lagercontainer ausräumen und die Räumlichkeiten wieder beziehen konnten.

Wie es weiter geht und ob Petrus uns, trotz sehr schlechter Vorhersagen, gut gesonnen ist, erfahrt ihr im nächsten Beitrag. Bis dahin alles Gute und schöne Ostern!

Viele fleißige Hände

Am Donnerstag waren es 18. Am Freitag sogar 26 unglaublich fleißige Hände die dazu beitrugen den Traum meines eigenen Bürogebäudes zu verwirklichen. An allen Ecken und Enden wurde geschraubt, gehämmert, montiert und installiert.

Mit dem Abriss des vormaligen Garagendaches war es notwendig das Bestandsdach am Haupthaus zu sanieren und zu stärken. Mit viel Bedacht und Professionalität gingen die Holzbauer der Firma Maier ans Werk und bauten ein neues, stabiles Dach auf. In der gleichen Zeit verlegten die Elektriker von Elektrotechnik Mario Klocker hunderte Meter an Kabeln im Haus, die hoffentlich in einigen Monaten nicht nur von Geistesblitzen umgeben sein werden, sondern auch zu einem entsprechend hohen Arbeitskomfort beitragen.

Das Erdgeschoß stand ganz im Zeichen der Kanal, Wasser und Heizungsinstallation die später für den gewünschten Wohlfühlfaktor der Kunden beitragen soll. Am Hauptdach wurde die Kastenrinne durch die Spengler von Martin Margreiter abgedichtet und die Unterkonstruktion für die Dachentwässerung nahezu fertiggestellt.

Als am Freitag bereits die Maurer mit der Abdichtung des Sockels und der Verspachtelung der erdgeschößlichen Wände begannen, füllte sich unsere Baustelle wie ein Ameisenhaufen und jeder Quadratmeter wurde effizient genutzt. Mit der Montage der Rigipswände beschlossen wir den Freitag und somit die dritte Woche.

Natürlich durfte auch uns Bauherren am Wochenende nicht langweilig werden. Um eine optimale Optik zwischen Zu- und Altbau zu erzielen entschieden wir uns für eine Lärchenschalung im OG und einen Außenputz im EG. Mit der professionellen Beratung durch die Malerei Ladstätter in der Wildschönau erhielten wir die Grundierung und Lasur zur Behandlung der 101 Schalungsbretter und machten uns am Samstag sogleich ans Werk. Schritt für Schritt nähern wir uns so dem Ziel und freuen uns, dass alle Handwerksbetriebe so tatkräftig und zuverlässig am sportlichen Zeitplan festhalten.

Erholung am Schreibtisch

„Häuslbauer“ zu sein hat einige Vorteile:

  • Man kommt regelmäßig an die frische Luft
  • Man betätigt sich wieder körperlich
  • Man verliert das eine oder andere überflüssige Kilogramm
  • Man aktiviert seine grauen Zellen und wird schlagfertiger bei wichtigen Entscheidungen
  • Man darf im Schlapperlook und mit zerzausten Haaren rumlaufen und
  • Man freut sich auf die Erholung am Schreibtisch nach einem langen Tag.

Nach den Abrissarbeiten in den vergangenen Tagen stand das Aufräumen, Ausnageln der Bretter, Abschneiden und Aufstapeln maßgeblich im Vordergrund. Tätigkeiten, die zum Häuslbauen einfach dazu gehören und es erst zu deinem Projekt werden lassen, wenn ein paar Schrammen und Wehwehchen deinen Körper zieren.

Auch uns ist es so in den vergangenen Tagen ergangen. Kein Sport oder Fitnessstudio kann dich darauf vorbereiten, was täglich körperliche Arbeit dir abzuverlangen vermag. Das bestätigt einmal mehr, dass wir Bürohengste einfach auch mal raus an die Front gehören. Neben der körperliche Anstrengung wird der Geist wieder frei und alles bekommt einen komplett neuen Blickwinkel. So freue ich mich morgen Vormittag wieder auf die Erholung am Schreibtisch, bevor am Nachmittag ein wenig Zerstreuung an der Front auf mich wartet.

Der Gesichtsausdruck

Fenster und Türen verleihen einem Gebäude sein Gesicht. Die Größe, die Positionierung und die Farbe beeinflussen die Architektur und das gesamte Erscheinungsbild. Bereits bei der Planung durch die ARCHE Architekten legte Brigitte Walther großen Wert auf die von uns gewünschte Geradlinigkeit und Präzision, die sich auch in meinem Beruf widerspiegelt. Mit dem heutigen Einbau der Fenster und Eingangstür schärften wir nochmals die Form des Zubaus, verliehen dem Gebäude seinen Gesichtsausdruck und sperrten Wind und Wetter aus. Die umlaufende Versiegelung des Betonsockels innen als auch außen macht das Bürogebäude dicht und bietet Schutz gegen mögliche Nässe.

Der krönende Abschluss für heute war die Montage der Attika, dem Holzrahmen auf dem Haupt- und Terrassendach, welche in den kommenden Wochen noch mit Blech verkleidet wird.

 

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