Journalismus heute & morgen

Sonntagmorgen 11:00 Uhr. Die Alte Gerberei in St. Johann in Tirol ist zum Bersten gefüllt. Vorfreudige Anspannung liegt in der Luft. Alles wartet auf ihn – Armin Wolf – Journalist und seit 16 Jahren das Gesicht der ZIB 2 – spricht über Journalismus im Spannungsfeld zwischen Twitter und der ZIB.

Ich, mitten drin unter 150 begeisterten Zuhörern, die den sympathischen, ehrlichen und leicht satirischen Worten von Herrn Wolf über zwei Stunden gespannt folgen. Der gebürtige Innsbrucker, der mit 21 vom Landesstudio Tirol ins ORF Studio nach Wien wechselte, stellt sich den Fragen der Veranstalter und Zuhörer.

Welchen Quellen man heute bei der Berichterstattung noch trauen kann vor dem allgegenwertigen Thema der „Fake-news“? Welche Grundlagen im Journalismus heute immer noch Gültigkeit haben? Und warum manchmal Armin Wolfs Postfach nach einer ZIB 2 überquillt, wenn er seinem Gegenüber wieder mal auf den Zahn fühlt?

Vor dem Hintergrund steigender Überforderung der Konsumenten durch Informationen, man geht davon aus, dass jeder Mensch 10 Stunden am Tag über Radio, Social Media, Zeitungen und Fernsehen informiert wird, gilt es die wirklich wichtigen Dinge, die unseren Alltag verändern könnten journalistisch aufzuarbeiten. Davon schaffen es nur die „glorreichen sieben Themen“ in die ZIB 2, die täglich von 600.000 Zuseherinnen und Zusehern verfolgt wird.

Spannend und interessant schildert Armin Wolf, wie sich der Journalismus von damals zu heute verändert hat und vor welchen Herausforderungen die qualitativ hochwertigen Tageszeitungen in Österreich stehen. Studien aus Deutschland zufolge, werden im Jahr 2034 die gedruckten Tageszeitungen der Vergangenheit angehören und wir uns ausschließlich über Online Portale und das Fernsehen informieren. Dem Fernsehen spricht man eine längere Überlebenschance aus, da die „Berieselung“ wohl dem Komfortfaktor geschuldet ist. Dennoch müssen sich auch die öffentlich rechtlichen Medien an einen strengen Sparkurs halten, um qualitativen Journalismus weiterhin garantieren zu können. Eine Herausforderung, die bereits zum Alltag gehört.

Bei der Recherche und täglichen Arbeit sieht Armin Wolf nicht nur die Schattenseiten der sozialen Netzwerke, sondern bedient sich ihrer. Die Schnelligkeit und der einfache Zugang helfen ihm in seiner Vorbereitung genauso wie die langjährige Erfahrung und eine Kontaktliste von rund 6.000 Personen. Als einer der Ersten entdeckte er vor rund 10 Jahren für sich Twitter als Sprachrohr zur Bevölkerung. Heute erfreut er sich mit nahezu 400.000 Followern einer treuen Community. Nach dem heutigen Sonntag, werden es wohl wieder ein paar mehr sein. Und wenn nicht auf Twitter, dann wohl bei der Seherschaft der ZIB 2, die Nachrichtensendung, die Armin Wolf mit seinen Kollegen nicht nur unparteiisch, allumfassend, qualitativ und informativ aufbereiten, sondern manchmal auch humorvoll beschließen.

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